Du redest dir dein Leben schön
du bist ja auch schön anzusehen
hast Charme und Eloquenz am Start
bestichst allein durch deine Art

Du weißt, dir den Weg zu bereiten
für Bewunderung von allen Seiten
du bist immerzu im Recht
doch was an dir ist wirklich echt?

Nicht viel, fürchte ich – sonst gingest du nicht
nur weil ich danach fragte, ob dich als Kind was plagte

Dein ganzer Auftritt ist bloß antrainiert
fast nur auf Manipulation fixiert
so scheint dir wirklich alles zu gelingen
du magst es noch zu etwas Großem bringen

Doch Größe liegt im Auge des Betrachters
und misst sich nicht an dem, was du bisher gebracht hast
du machst dir was vor und andere klar
was an dir ist wirklich wahr?

Nicht viel, fürchte ich – sonst gingest du nicht
nur weil ich wissen wollte, was ich nicht in dir sehen sollte

Du bist’s gewohnt, im Mittelpunkt zu stehen
alles soll sich bitte um dich drehen
dabei drehst du dich nur um dich selbst
so lange, bis du auf die Schnauze fällst

Da ist nicht viel …

… Gefühl – nichts als Kalkül
wie weit wirst du gehen – wie wenig verstehen
Nicht viel, nicht viel, nicht viel, nicht viel